Martin Kolozs

geboren 1978, lebt als freier Autor und Verleger in Innsbruck. Für seine schriftstellerische Arbeit wurde er u. a. mit dem Mira-Lobe-Stipendium ausgezeichnet.

Weitere Informationen unter www.martinkolozs.at

Werke

Nie wieder Indien

 

Der andere Reisebericht

Zirl 2013

ISBN: 978-3-9503559-3-2

Preis: € 9,--

Als e-book erhältlich bei e-book.de

 

Mit diesem Reisebericht legt Martin Kolozs ein Buch vor, das ohne Zweifel keinen kalt lassen wird. Es ist zwar keine Abrechnung, aber er entdeckt in Indien vor allem Dreck, eine unerträgliche Religiosität, kaputte, hinterhältige Schlitzohren, die einen immer und andauernd übers Haxl hauen wollen. Kurz zusammengefasst: Der schönste Moment dieses Indien-Aufenthaltes war für den Autor der Abflug nach Europa. Ein harter Text, wo nicht lange herumfackelt wird. Der Autor kann mit dem Land und seinen Einwohnern nicht viel anfangen, wobei er das passagenweise sehr ironisch und nicht ohne Humor macht. Für den Leser bleibt zum Schluss die Frage, ob hier westliche Vorurteile präsentiert werden oder, ob der Autor einfach einen unverklärten Blick auf diesen Subkontinent wirft.

 


MEIN UNRUHIGES HERZ - Martin Kolozs
Zirl 2016

ISBN: 978-3-9504186-5-1

Preis: € 9,--

Umfang: 72 Seiten

erscheint Anfang August

 

Martin Kolozs gehört zur jüngeren Generation von österreichischen Schriftstellern, die in der Lyrik einen anderen Zugang wählen. Diese Gattung hat – ganz im Gegensatz zum angloamerikanischen Raum – in unseren Breiten nicht unbedingt den besten Ruf und findet kaum Leser. Das ist weiter nicht verwunderlich. Verschrobene, unverständliche Wortkaskaden, zusammengefügt nach dem Zufallsprinzip (Random-Lyrik) werden da vowiegend zusammengeschustert.
Anders bei Martin Kolozs und einigen anderen jüngeren Literaten im deutschsprachigen Raum. Kolozs künstelt bei seinen Texten nicht unnötig herum. Sie sind klar gebaut, rhythmisch geordnet. Was er sagen, und was er vermitteln will bringt er direkt und verständlich auf Papier. Der Inhalt mag einem passen oder nicht, aber bei den Gedichten von Kolozs – er bevorzugt gern das Aphoristische – weiß man woran man ist. Allein das ist schon bemerkenswert, wenn man sich das lyrische Umnfeld ein wenig zu Gemüte führt. Bei Kolozs bekommt man keine Mogelpackung unter die Nase gerieben.

E. Schneitter