Andreas Niedermann, * 1956 in Basel (CH). Nach einer Ausbildung zum Chemielaboranten war er lange in Europa unterwegs und arbeitete unter anderem als Steinbrecher, Kinobetreiber, Theatertechniker, Alphirte, Journalist und Fitnesstrainer. Sein Debut, der Roman „Sauser“, erschien 1987. Seitdem publizierte er mehr als zehn Bücher. Er lebt in Wien.

Was machen, wenn eines Tages eine berühmten Singer-Songwriterin bei einem einquartiert wird? Wenn Lucinda Williams, die sie sich in Wien - inkognito - ihre ramponierten Stimmbänder behandeln lassen will, mit einem Mal dasselbe Bad benutzt? 

 

Niedermann, der einen Vortrag zu schreiben hat, kommt dabei schwer aus dem Tritt. Jede Nacht erscheinen ihm Countrygrößen im Traum, seine Arbeit geht nicht voran, und so vertreibt er sich die Zeit mit Spaziergängen, dem Abschreiben fremder Texte, Erinnerungen an Boxkämpfe und Lesungen, vergangene Skandale und das 90er-Jahre Wien. Dabei denkt er auch über den Literaturbetrieb nach, streitet sich mit seinem Kollegen, dem Bestsellerautor Alex, und versucht ansonsten Lucinda Williams Aufenthalt in seinem „Camp“ so angenehm wie möglich zu gestalten.