Foto Jürgen Schneider; copyright Uta Baatz
Foto Jürgen Schneider; copyright Uta Baatz

Jürgen Schneider - Anilingasse, ein Wien Diarium

 

JÜRGEN SCHNEIDER ist Übersetzer, Schreiber und Künstler; er lebt und arbeitet in Düsseldorf und hin und wieder auch in Wien, dort zuletzt 2017 in der Anilingasse. Somit wäre auch geklärt, wie das vorliegende Werk zu seinem Titel kam. Autoren, deren Werke Schneider übersetzt hat, sind u. a. Steve Dalachinsky, Micky Donnelly, Anne Enright, Seamus Heaney, Jack Hirschman, Alan Kaufman, Ron Kolm, Michael Longley, Sean McGuffin, Elliot Paul, Keith Ridgway, ruth weiss, Howard Zinn, Slavoj Žižek. Für seine Übersetzungen wurde Schneider 2014 in San Francisco mit dem Kathy Acker Award for the Achievement in the Avant Garde ausgezeichnet. Nach zwei Büchern über James Joyce folgte 2011 Schneiders erster Roman RMX (Karin Kramer Verlag). Im Joyce’schen Sinne handelt es sich dabei wie bei Anilingasse um »stolen telling«. Über RMX schrieb der Schriftstellerkollege Florian Neuner: »Ein überzeugender Gegenwartsroman könnte so aussehen wie Jürgen Schneiders Roman RMX, der ausschließlich aus Mediensprache collagiert ist, während Versuche, mit den überkommenen interpersonal-interaktionistischen Fiktionen unsere Gegenwart noch einmal zu fassen zu kriegen – man denke nur an Romane wie Johann Holtrop von Rainald Goetz –, sich längst wie ihre eigene Parodie lesen.«

2017 erschien Schneiders Theatertext Kundus, der bislang von den deutschen

Theatern völlig ignoriert wurde. Schneider hatte auch nichts Anderes erwartet.

www.juergen-schneider.org

 

ISBN:

Preis: € 12,90

 

In seinem Cut-up-Text Anilingasse, bei dessen Produktion die us-amerikanische Schriftstellerin Kathy Acker ebenso als Inspirationsquelle diente wie der hannoversche MERZ-Künstler Kurt Schwitters sowie der französische Vordenker der Situationisten, Guy Debord, führt uns Jürgen Schneider nicht nur in das Wien des Jahres 2017, sondern u. a. auch nach Moskau, St. Petersburg, München und Tokio. Wie Karl May ist der Autor der Meinung, dass man die Indianer nicht wirklich besucht haben muss, um Winnetou ins Bild setzen zu können. Zu Wort kommen in Anilingasse neben dem deutschen Schriftsteller Martin Walser der österreichische Künstler Günter Brus, der SPÖ-Kanzlerkandidat Kern sowie das österreichische Hip-Hop-Duo Klitclique. Das Wien-Diarium lebt von Aus- und Abschweifungen, und zahlreiche Anmerkungen dienen der Weltkenntniserweiterung.

 

Jürgen Schneider ist Übersetzer, Schreiber und Künstler; er lebt und arbeitet in Düsseldorf. Autoren, deren Werke Schneider übersetzt hat, sind u. a. Steve Dalachinsky, Micky Donnelly, Anne Enright, Seamus Heaney, Jack Hirschman, Alan Kaufman, Ron Kolm, Michael Longley, Sean McGuffin, Elliot Paul, Keith Ridgway, ruth weiss, Howard Zinn, Slavoj Žižek. Für seine Übersetzungen wurde Schneider 2014 in San Francisco mit dem Kathy Acker Award for the Achievement in the Avant Garde ausgezeichnet. Nach zwei Büchern über James Joyce folgte 2011 Schneiders erster Roman RMX (Karin Kramer Verlag). Im Joyce’schen Sinne handelt es sich dabei wie bei Anilingasse um »stolen telling«. Über RMX schrieb der Schriftstellerkollege Florian Neuner: »Ein überzeugender Gegenwartsroman könnte so aussehen wie Jürgen Schneiders Roman RMX, der ausschließlich aus Mediensprache collagiert ist, während Versuche, mit den überkommenen interpersonal-interaktionistischen Fiktionen unsere Gegenwart noch einmal zu fassen zu kriegen – man denke nur an Romane wie Johann Holtrop von Rainald Goetz –, sich längst wie ihre eigene Parodie lesen.« 2017 erschien Schneiders Theatertext Kundus (Distillery Press und Hybriden-Verlag, beide Berlin), der bislang von den deutschen Theatern völlig ignoriert wurde.