Günther Geiger

 

Geboren in Graz. Aufgewachsen in Dornbirn         und Steiermark. Diverse Tätigkeiten als Postbote,Industriearbeiter, Büroangestellter, Gammleram Beginn der Alternativbewegung in Westösterreich, in der Schweiz. Vier Jahre Frankreich mit französischer Lehrerin. Stipendien als Kulturbeauftragter in Russland, Sibirien, verheiratet mit russischer Malerin. Einflüsse von russischer, französischer und amerikanischer Literatur. 

 

Erfinder u. Herausgeber des literarischen Magazins»wienzeile« (1991-2016).

 

Wovon handelt das Buch?

Der Roman – vielleicht wäre die Bezeichnung „Bericht“ treffender, aber das nur nebenbei – handelt in den Siebzigerjahren und ist vorwiegend in der Provinz, konkret in Vorarlberg und teilweise auch in der Schweiz, angesiedelt. Die Hauptfiguren sind eine Gruppe von Jugendlichen, die mit den bestehenden gesellschaftlichen Konventionen wenig bis nichts anzufangen wissen. Sie leben als Randexistenzen ohne große Zukunftsvisionen in den Tag hinein, halten sich mit Kleinkriminalität, Einbrüchen      in Trafiken und Lebensmittelgeschäften über Wasser, liefern sich mit Dorfpolizisten ein Katz-und-Maus-Spiel, landen immer wieder im Gefängnis, versuchen auszubrechen oder kommen ins „Landesnervenkrankenhaus“, wie die Psychiatrie damals genannt wurde. Also eine der üblichen „Außenseiterstorys“, könnte man im ersten Moment meinen. Mit dieser Einschätzung liegt man aber völlig daneben. Denn, was dieses Buch       so spannend und lesenswert macht, ist die Authentizität, die durch den eigenwilligen Stil, der hier verwendet wird, zum Ausdruck kommt. Heute ist es gang und gäbe, dass Romane recherchiert werden und so Literatur aus zweiter Hand, zumeist       von akademisch gebildeten Autor*innen, verfasst werden.       Im Buch „Meroni“ schreibt ein direkt Betroffener. Anfangs habe             ich einige Zeit gebraucht, um in den Text „hineinzufinden“.             Ein Bewusstseinsstrom wird in Gang gebracht, geltende Regeln der Schulgrammatik außer Kraft gesetzt, die Umgangssprache verwendet. Das hat seinen ganz eigenen Reiz und vermittelt Glaubwürdigkeit

 

 

 

Bislang erschienen:

 

1988 Transit-Exit, Monte Verita Verlag

1990 Die Superlative des Engels Luzifer, Viza

1998 Ulica Marata, Triton Verlag

1998 Exit Vienna, Löcker Verlag

2004 Immigranten D. I. S., Viza

2005 Uliza Marata, Emergency Exit

2005 Delta Lena, Viza

2007 Montfort, Viza

2010 Delta Lena, Löcker Verlag

2012 So zwischen Troyes und Chaumont, Viza

2014 Karl Marx Hof, Löcker Verlag

2017 Schwarze Flagge, Monte Verita Verlag

2018 Der Abbruch, Viza